Die Ausstellung „Ob Nuriye, ob Kalle – wir bleiben alle!“ dokumentiert einen Ausschnitt des stadtweiten Widerstands gegen Zwangsräumungen in Berlin.
Die Zwangsräumung der Familie Gülbol in der Lausitzer Straße im Februar 2013, von 850 Polizist/innen unter Protest von 1.000 Menschen durchgesetzt, sowie der tragische Tod von Rosemarie Fliess zwei Tage nach ihrer Zwangsräumung im April 2013 brachten das Thema Zwangsräumungen bundesweit in die Öffentlichkeit. Die ausgestellten Bilder zeigen Protest, Gewalt und Solidarität in der aktuellen Auseinandersetzung um den privaten und den öffentlichen Raum. Sie zeigen ein System, in dem Wohnraum eine Ware ist und Profitinteressen höher gewertet werden als die existenziellen Rechte der Mieter/innen. Verdrängung, Zwangsräumungen und soziale Ausgrenzung rufen zur gemeinsamen Aktion auf. (Text: Ausstellungsplakat)