Als im November 2016 zum Ende der Koalitionsverhandlungen für eine rot-rot-grüne Koalitionsregierung die Nominierungen für den künftigen Berliner Senat bekannt wurden, sorgte ein Name für Überraschung. Das Ressort für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz sollte auf Vorschlag der Grünen die parteilose Politikwissenschaftlerin Regine Günther erhalten. Die bisherige Bilanz ihrer Arbeit ist bescheiden.
Als einziges Senatsmitglied war Günther zuvor auf der politischen Bühne der Hauptstadt kaum in Erscheinung getreten, sondern seit 1999 in verschiedenen leitenden Positionen bei der global agierenden Umweltstiftung World Wide Fund For Nature (WWF) tätig gewesen, zuletzt als Generaldirektorin für Politik und Klima. Dort profilierte sie sich stets als engagierte Verfechterin einer engen Kooperation mit großen Konzernen. Der WWF ist eine Art Vorreiter beim „Greenwashing“. Das heißt, auch Konzerne mit äußerst zweifelhaften Geschäftspraktiken, wie etwa der globale Lebensmittel- und Haushaltschemie-Gigant Unilever, können sich regelmäßig mit ihren gemeinsamen Projekten mit dem WWF schmücken.
