Im Stadtteilzentrum Wostok in der Lichtenberger Weitlingstraße trifft sich immer am ersten Montag im Monat die Bezirksgruppe Lichtenberg der Berliner MieterGemeinschaft (BMG). 10 Menschen sitzen diesmal um den Tisch und arbeiten in knapp zwei Stunden konzentriert die umfangreiche Tagesordnung ab. Im Zentrum steht der Widerstand von Mieter/innen gegen die Praktiken von Wohnkonzernen in Lichtenberg, der in den letzten Jahren von der Bezirksgruppe unterstützt wurde und wird. So haben BMG-Mitglieder zu Versammlungen in den betroffenen Häusern eingeladen. Es geht um Bewohner/innen in der Hauptstraße/Ecke Schlichtallee, der Metastraße und der Konrad-Wolf-Straße. Die Auseinandersetzungen ziehen sich bereits über mehrere Jahre hin, und die aktuelle Entwicklung steht regelmäßig auf der Agenda der Treffen der Bezirksgruppe Lichtenberg. Bei dem Treffen Anfang Juni stand das Thema Mietminderung während der Bauarbeiten in der Hauptstraße/Ecke Schlichtallee auf der Tagesordnung. Verwiesen wurde auf das Bautagebuch, in dem die Bewohner/innen dokumentieren, was genau während der Bauarbeiten passiert. Diese Berichte können dann die Grundlage für die geplante Mietminderung sein, die eng mit den Anwält/innen der Berliner MieterGemeinschaft abgesprochen werden sollte, damit kein Vorwand für Kündigungen geliefert wird, etwa durch Mietschulden. Die Verankerung der Bezirksgruppe Lichtenberg im Stadtteil wurde auch bei anderen Punkten auf dem Treffen deutlich. So wurde beratschlagt, wer die Informationsstände der BMG auf gleich drei Straßenfesten im Stadtteil in den nächsten Monaten betreut. Dieser Punkt war schnell abgehakt, weil es da ein eingespieltes Team gibt, das bereits in den vergangenen Jahren Infostände betreut hat. Damit wird auch gewährleistet, dass die Arbeit der Berliner MieterGemeinschaft sichtbar wird und Mieter/innen im Stadtteil Gelegenheit haben, sie kennenzulernen.
