Im Buch „Pharma fürs Volk“ untersuche ich eine Arzneimittelkrise, die zwar schon seit Jahrzehnten schwelt, sich gerade aber erheblich akzentuiert: Preise, die ins Unermessliche steigen; wichtige Standard-Medikamente, die nicht mehr lieferbar sind; zunehmende Antibiotika-Resistenzen, gegen die keine neuen Medikamente entwickelt werden; eine globale Spaltung in Nord und Süd, die immer wieder von Neuem aufgeladen wird. Mittendrin in dieser Krise: Die Schweiz als einer der wichtigsten Standorte der Pharmabranche.
Diese Arzneimittelkrise ist nicht mehr hinnehmbar. Was mit öffentlichen Geldern an Wirkstoffen entwickelt wird, muss mit offenen Patenten für die Gesellschaft gesichert werden. Die Preise sollen auf Basis effektiver Kosten festgelegt werden. Der Zugang der Bevölkerungen zu allen essenziellen Medikamenten muss für alle, auch im Globalen Süden, gesichert werden. Und es braucht eine „Pharma fürs Volk“, einen Verbund aus öffentlichen Labors und gemeinnützigen Unternehmen, die gemeinsam die nötige Macht aufbauen, um das Oligopol von Big Pharma zu durchbrechen.

