Das auch von der Berliner MieterGemeinschaft unterstützte NOlympia-Bündnis zeigt sich erleichtert und zufrieden über das endgültige Scheitern der Berliner Olympiabewerbung. Es habe sich um ein „abgehobenes und überteuertes Elitenprojekt (gehandelt), das mit der Lebenswelt der meisten Berliner/innen nicht viel zu tun hat“, hieß es in einer Erklärung des Bündnisses kurz nach der offiziellen Bekanntgabe des Rückzugs. Die vom Bündnis kritisierte Kostenintransparenz des CDU/SPD-Senats habe sich kurz vor der Olympia-Absage „in nunmehr erschreckendem Maße bestätigt“. Eine Akteneinsicht habe unlängst ergeben, dass die Kosten für die Stadt nicht, wie vom Berliner Senat behauptet, rund 4,8 Milliarden Euro, sondern über 15 Milliarden Euro betragen hätten. Man erwarte vom neuen Senat, „dass die jetzt freiwerdenden Mittel für den Ausbau der Sportstätten für den Schul- und Breitensport in Berlin“ eingesetzt werden.
NOlympia hatte Ende April die 1. Stufe eines Volksbegehrens gegen die Bewerbung eingeleitet. Die dafür notwendigen 20.000 gültigen Unterschriften wurden nach Angaben des Bündnisses im September erreicht. Die Übergabe der Listen an die zuständige Senatsverwaltung sollte Ende September erfolgen, aber das hat sich ja jetzt erledigt – das Volksbegehren wird beendet. Man danke allen Unterstützer/innen für ihr Engagement. „Gemeinsam haben wir dazu beigetragen, von der ohnehin hochverschuldeten Stadt großen Schaden abzuwenden“, heißt es in der Erklärung.
