In Schweden gibt es heutzutage weder „sozialen Wohnungsbau“ noch staatliche Wohnungsbauförderung. Die staatlichen Subventionen für neue Mietwohnungen wurden bereits in den 1990er Jahren komplett abgewickelt. 2011 wurde auch der Mietspiegel, der seinerzeit auf dem Mietniveau der Mieten der gemeinnützigen kommunalen Wohnungsbaugesellschaften fußte, abgeschafft. Entsprechend sind Neubaumieten oft sehr hoch.
Nichtsdestotrotz hat Hyresgästföreningen, der landesweite Verband der Mietervereine, immer noch die Möglichkeit, die Höhe von Mieten zu beeinflussen. Schwedische Mieten werden nämlich nicht frei vom Markt bestimmt, sondern in der Regel in Verhandlungen mit den Vermietern festgelegt.
