Berlins Einwohnerzahl könnte bis 2040 auf über vier Millionen anwachsen. Das geht aus der aktuellen Bevölkerungsprognose des Berliner Senats hervor. Die Statistiker gehen ferner davon aus, dass die Entwicklung in den Bezirken sehr unterschiedlich verlaufen könnte. So werden für die Bezirke Neukölln, Tempelhof-Schöneberg, Charlottenburg-Wilmersdorf und Steglitz-Zehlendorf Rückgänge zwischen 1,2 und 2,9% erwartet, in einzelnen Prognoseräumen wie Zehlendorf/Wannsee (-7,7%) und Gatow/Kladow (- 4,9%) noch deutlich mehr. Als Gründe werden das im Vergleich zu anderen Bezirken deutlich höhere Durchschnittsalter und der damit verbundene „Sterbeüberschuss“ sowie die vergleichsweise geringe Geburtenrate angegeben. Die Statistiker betonen, dass sich aber auch in diesen Gebieten der Wohnungsmarkt nicht entspannen werde, da sich die Haushaltsstrukturen in Richtung größerer Wohnflächen pro Bewohner/in verändern würden.
Starke Zuwächse werden vor allem für Treptow-Köpenick (+9,6%) und Lichtenberg (+8,0%) erwartet. In den Prognoseräumen Weißensee Nord (+26,4%), Lichtenberg Süd (+20,0%) und Siemensstadt/Haselhorst (+16,6%) noch deutlich mehr. Dort gibt es große Standorte von neuen Stadtentwicklungsgebieten.
Die Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung sollen auch als Grundlage für Planungen in Bereichen der öffentlichen Daseinsvorsorge dienen, etwa in Bezug auf Kitas, Schulen und öffentlichen Nahverkehr.
Der aktuelle Marktmonitor des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) zeigt, dass die Nettokaltmieten in Berlin auch im vergangenen Jahr wieder deutlich gestiegen sind. Bei Neuvermietungen im Bestand binnen Jahresfrist durchschnittlich um 11,5% auf 9,21 Euro/qm. Bei gewerblichen Anbietern, die nicht zum BBU gehören, sogar auf durchschnittlich 18,86 Euro/qm, was in vielen Fällen eindeutig gegen geltendes Recht verstößt.
Die durchschnittliche Nettokaltmiete im BBU-Bestand, der rund 45% aller Berliner Mietwohnungen umfasst, lag 2025 in Berlin bei 7,10 Euro/qm, 3,6% mehr als 2024. Besonders teuer lebten Mieter/innen in der Hauptstadt in Neubauwohnungen, wo für den Quadratmeter durchschnittlich 13,55 Euro pro Monat verlangt wurden, was einem Plus von 7% gegenüber 2024 entspricht, wie der BBU weiter mitteilte.
Die Berliner MieterGemeinschaft (BMG) forderte von der Landesregierung in einer Erklärung ein konsequentes Vorgehen gegen Mietpreisüberhöhungen und massive Eingriffe in den Wohnungsmarkt. Dort heißt es: „Wohnraumversorgung darf keine möglichst profitable Ware sein, sie gehört zur sozialen Daseinsvorsorge. Um den Berliner Wohnungsmarkt nachhaltig zu entspannen, braucht es außer verschärfter Mietpreiskontrolle auch die Vergesellschaftung der Bestände großer Immobilienkonzerne und ein ambitioniertes Programm für den Neubau dauerhaft preisgebundener Wohnungen in unmittelbarer kommunaler Trägerschaft.“
Ein Jahr nach ihrer Einrichtung hat die Mietpreisprüfstelle des Berliner Senats eine erste Bilanz gezogen. Demnach führte die Einrichtung zwischen April und Dezember 2025 rund 1.000 Beratungen durch und prüfte insgesamt 339 Verträge auf unzulässig hohe Mieten. In 320 Fällen – das sind 94% der ausgewerteten Verträge – stellte die Mietpreisprüfstelle mutmaßliche Rechtsverstöße fest. In 82 Fällen lag die geprüfte Miete zwischen 20 und 50% über dem Mietspiegel. Das wäre nicht nur ein Verstoß gegen die Mietpreisbremse, sondern nach Paragraf 5 des Wirtschaftsstrafgesetzes auch eine Ordnungswidrigkeit, für die ein Bußgeld gegen den Vermieter verhängt werden kann. Bei 222 Fällen lagen die Mieten sogar über 50% über den Mietspiegelwerten, was laut Gesetz eine Straftat darstellt. In einer weiteren Verlautbarung der Mietpreisprüfstelle hieß es, dass sich diese Tendenz auch bei den ausgewerteten Fällen im laufenden Jahr abzeichnet.
Allerdings hat die Prüfstelle keine Möglichkeiten, direkt gegen Vermieter vorzugehen, die überhöhte Mieten verlangen. Die Oppositionsparteien Grüne und Linke fordern vom Senat daher, auf Landes- und Bezirksebene die Voraussetzungen für die konsequente Verfolgung von Mietwucher zu schaffen, zumal die Zahlen der Mietpreisprüfstelle nur die Spitze des Eisbergs seien. Die Berliner MieterGemeinschaft (BMG) bietet ihren Mitgliedern bei festgestellten Verstößen gegen das Mietpreisrecht auch Unterstützung bei der Einleitung juristischer Schritte an.
Bezirksgruppe Charlottenburg
Ein Informationsabend der Bezirksgruppe Charlottenburg der Berliner MieterGemeinschaft
Auf dem Informationsabend klärt Rechtsanwältin Franziska Dams darüber auf, was Mieter/innen bei Mängeln tun können, und wie sie Mietminderung geltend machen können. Anschließend gibt es eine Fragen- und Antworten-Runde, Gelegenheit zum Vernetzen und Austausch und die Bezirksgruppe Charlottenburg stellt ihre Arbeit vor.
Bezirksgruppe Marzahn
Unter dem Titel „Wem gehört Marzahn-Hellersdorf?" hat die Berliner Linke-Bundestagsabgeordnete Katalin Gennburg die Eigentumsverhältnisse der Plattenbauten im Bezirk untersuchen lassen (siehe S. 20). Auf dem nächsten Treffen der Bezirksgruppe Marzahn wollen wir u. a. die Ergebnisse der Untersuchung vorstellen und diskutieren.
Bezirksgruppe Pankow und Weißensee
Zu unserem Mai-Treffen wollen wir ganz zwanglos in den schönen Garten der Stillen Straße 10 zum Kennenlernen und Feiern einladen. Wir freuen uns auf die Nutzer/innen der Stillen Straße 10, Interessierte aus anderen Bezirksgruppen der BMG und unsere Nachbarinnen und Nachbarn. Gerne könnt ihr mit einer Kleinigkeit zum Fest beitragen.