Nichts weniger als eine Revolution im Krankenhauswesen kündigte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) im November des vergangenen Jahres an. Die gescheiterte Fallpauschalenfinanzierung sollte endlich zugunsten einer Entökonomisierung im Sinne der Daseinsvorsorge überwunden werden. Kurz darauf, am 6. Dezember, stellten Lauterbach und die Mitglieder seiner „Regierungskommission für eine moderne und bedarfsgerechte Krankenhausversorgung“ ihre Reformvorschläge zur Finanzierung und Struktur der Krankenhauslandschaft vor. Sollten diese wie vorgeschlagen umgesetzt werden, bedeutet das tatsächlich weitreichende Veränderungen. Diese lassen sich allerdings vielmehr als Kahlschlag denn als Revolution bezeichnen.
