Kaum ein Thema beschäftigt Mieter/innen aktuell so stark wie die gestiegenen Heiz- und Betriebskosten, die mit der Nebenkostenabrechnung 2022 in den vergangenen Monaten ins Haus geflattert sind. Laut aktuellem Heizspiegel sind die Kosten um bis zu 81% gestiegen.
Ein durchschnittlicher Haushalt im Mehrfamilienhaus mit einer 70-Quadratmeter-Wohnung musste 2022 fürs Heizen mit Gas 1.475 Euro bezahlen – 80% mehr als im Vorjahr. Nachforderungen von teilweise mehreren tausend Euro und die in diesem Zusammenhang durch Vermieter geltend gemachte Anpassung der monatlichen Vorauszahlungen bringen nicht wenige Mieter/innen in akute finanzielle Schwierigkeiten. Viele haben ernsthafte Sorgen, die Miete nicht mehr zahlen zu können und im schlimmsten Fall ihre Wohnung zu verlieren. Und: Nach einer Prognose des Energiedienstleisters Ista könnte der Heizkostenschock viele Mieter/innen auch noch mit der Heizkostenabrechnung 2023 treffen. Gerade in letzter Zeit häufen sich Meldungen über absurde Kostensteigerungen und Fehler in den Abrechnungen. Nach Schätzungen von Verbraucherexperten ist jede zweite Abrechnung fehlerbehaftet. Sie sind also gut beraten, die Abrechnungen gewissenhaft zu prüfen. Jedoch sind viele Mieter/innen von der Vielzahl der in den Abrechnungen aufgeführten Kostenarten, Quadratmetermengen und Berechnungen schlichtweg überfordert. Dabei macht es gerade jetzt Sinn, Heiz- und Betriebskostenabrechnungen einer genaueren Prüfung zu unterziehen. Doch worauf ist hierbei zu achten?
