Wer heute durch Friedrichshain flaniert, kann die Vergangenheit und Gegenwart dieses innerstädtischen Bezirks wie im Zeitraffer erleben. Die von ikonischen Turmbauten des DDR-Stararchitekten Hermann Henselmann begrenzte Karl-Marx-Allee, die von 1949 bis 1961 Stalinallee hieß, symbolisiert mit ihren „Arbeiterpalästen“ und ihrem Charakter als Flaniermeile den selbstbewussten Anspruch der DDR, ein repräsentatives Aushängeschild der sozialistischen Hauptstadt zu schaffen. Jenseits dieser Magistrale und in Richtung Ostbahnhof und Bahnhof Ostkreuz findet man die extrem dicht bebauten Arbeiterquartiere der Gründerzeit, die längst zu Hotspots der Aufwertung und Immobilienspekulation geworden sind. Dies gilt auch für jene Teile Friedrichshains, die sich an der Spree befinden wie die Stralauer Vorstadt.

