MieterEcho: Ihre Initiative hat für den Erhalt des Sport- und Erholungszentrums (SEZ) in Friedrichshain eine Unterschriftenkampagne initiiert. Warum wollen Sie das SEZ retten?
Carl Waßmuth:
Das SEZ ist in seiner Grundkonstruktion noch voll erhalten. Ein Sport- und Freizeitzentrum ist angesichts des Wohnungsneubaus in der Umgebung dringend notwendig. Wir sind überzeugt, dass soziale Infrastruktur ein Gemeingut ist. Dazu gehören neben Schulen, Wasserversorgung und Krankenhäusern auch Sport- und Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche. Das Land Berlin hat auf Einhaltung des Kaufvertrages geklagt. Der sah als Bedingung des Verkaufs die Wiedereröffnung des Schwimmbades vor. Der Eigentümer hat das Gebäude mit Zwischennutzungen ausgepresst, aber das Schwimmbad nie eröffnet. In privater Hand gibt es eben kein Interesse an Gemeingütern. Gut, dass die SPD unter Finanzsenator Matthias Kollatz vor Gericht gegangen ist. Nun bekommt das Land das SEZ zurück und will es selbst nicht mehr eröffnen, sondern abreißen. Warum?


