Im Jahr 2026 ist die Wohnungsfrage für viele Menschen das wichtigste politische Thema in Berlin. Doch wer glaubt, dass der Widerstand gegen die „Wohnungsnot" ein Phänomen des 21. Jahrhunderts ist, irrt. In dem 2018 erschienenen Sammelband „Mieterkämpfe. Vom Kaiserreich bis heute – Das Beispiel Berlin" wirft der Politikwissenschaftler Philipp Mattern gemeinsam mit 13 Autor/innen einen tiefen Blick in die Geschichte einer Stadt, die niemals nur „passiv bewohnt" wurde. Auf 212 Seiten dokumentieren sie, dass der Kampf um das Dach über dem Kopf so alt ist, wie das moderne Berlin selbst. Es ist eine „Geschichte von unten", die zeigt, dass Mieter/innen stets als handelnde Subjekte auftraten – mal mit Flugblättern, mal mit Barrikaden.
