MieterEcho
Nr. 281 - September/ Oktober 2000

Editorial

 

Liebe Leserinnen und Leser,

Für diese Ausgabe einen Titel zu finden fällt schwer, allein hinsichtlich des Umfanges sind es vor allem mietenpolitische Themen, denen sich das ME 281 widmet.

Die Mietspiegel 2000, die zum gleichen Stichtag erhoben, jedoch zum letzten Mal für Ost und West getrennt ausgewiesen werden, fordern mit ihren Tabellen und Formblättern sehr viel Raum. Dies soll aber nicht davon ablenken, dass die Bewertung der in den Mietspiegeln augenfälligen Entwicklungen mit dazu beiträgt, die Stadtentwicklung - auch hinsichtlich der Privatisierung des öffentlichen Wohnungsbestandes oder der unserer Ansicht mietpreistreibenden "WohnWertMiete" einer Wohnungsbaugenossenschaft einzuschätzen.

Hätten Sie gedacht, dass vor allem jene Wohnungstypen aus Westberlin, deren Mietpreise im Durchschnitt gefallen sind, jetzt von der Öffentlichen Hand an Immobiliengeier verkauft werden sollen? Die Initiative gegen die Privatisierung der GSW Wohnungen ergreift daher entschieden Partei gegen diese neoliberale Entwicklung.

Das Thema der Total-Liberalisierung wird das ME auch die nächsten Ausgaben mit den Beiträgen, die Sie gesammelt im Reader "Und die Welt wird zur Scheibe..." (BMG 2000) nachlesen können, begleiten.

Als zweiten mietenpolitischen Schwerpunkt weisen wir auf die bevorstehende Mietrechtsreform hin. Und auf den hinteren Seiten befinden sich die mittlerweile zu einer Institution gewordene Immobilienbeilage, die Bezirkskorrespondenz und die Seiten zur Rechtsprechung.

Ihr MieterEcho

Nachruf

Wir trauern um unseren Mitstreiter Horst Judis.

Am 30. 7. 2000 verstarb er im Alter von 70 Jahren.

Horst Judis war über viele Jahre hinweg aktives Mitglied der Berliner MieterGemeinschaft. Als Delegierter der Bezirksgruppe Lichtenberg wurde er für sein Engagement und seine Klarsicht insbesondere bei wirtschaftlichen Fragen sehr geschätzt.

Er war Mitbegründer und treibende Kraft der Bezirksgruppe Lichtenberg.

Hohes Ansehen hatte er bei den Mietern durch sein konsequentes Eintreten gegen ungerechte Mieterhöhungen und unberechtigte Forderungen bei den Betriebskosten.

Er wird uns sehr fehlen.

Die Berliner MieterGemeinschaft

 

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