Statement der Berliner MieterGemeinschaft e.V.
Bei knapp 12.000 Haushalten wurde im vergangenen Jahr die Stromversorgung wegen Zahlungsrückständen gekappt. Das waren deutlich mehr als in den Jahren 2024 (9.731 Fälle) und 2023 (5.569 Fälle), wie der rbb* berichtet.
Auch diese Entwicklung ist ein deutlicher Beleg für die Abwärtsspirale bei der sozialen Daseinsvorsorge in Berlin. Die Berliner MieterGemeinschaft e.V. (BMG) fordert vom Senat, Stromabschaltungen bei Privathaushalten zu unterbinden und zumindestens eine Grundversorgung zu garantieren.
BMG-Vorstand Marek Schauer erklärt dazu:
„Während der Senat Anfang Januar nach dem Anschlag der sogenannten „Vulkan-Gruppe“ auf die Stromversorgung im Süden Berlins vieles unternahm, um den Betroffenen schnell und unbürokratisch zu helfen, ist ihm die Unterbrechung der Stromversorgung für über 12.000 Haushalte durch eine Vulkan-Gruppe in Nadelstreifen wenig mehr als ein Schulterzucken wert.
Viele Haushalte haben nur noch die Wahl, ob sie ihre Miete, ihre Energiekosten oder ihre Lebensmittel bezahlen. Es muss die vordringliche Aufgabe einer Landesregierung sein, alle existenziellen Grundbedürfnisse der hier lebenden Menschen zu sichern.“
* rbb24.de/panorama/beitrag/2026/02/energiesperren-strom-gas-berlin.html
Rainer Balcerowiak | Pressesprecher | presse@
bmgev.de