Statement der Berliner MieterGemeinschaft e.V.
Der aktuelle Marktmonitor des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) zeigt, dass die Nettokaltmieten in Berlin auch im vergangenen Jahr wieder deutlich gestiegen sind.
Bei Neuvermietungen im Bestand binnen Jahresfrist durchschnittlich um 11,5% auf 9,21 Euro/qm. Bei gewerblichen Anbietern, die nicht zum BBU gehören, sogar auf durchschnittlich 18,86 Euro/qm, was in vielen Fällen eindeutig gegen geltendes Recht verstößt, wie die Mietpreisprüfstelle des Senats berichtet.
Die Berliner MieterGemeinschaft (BMG) fordert von der Landesregierung ein konsequentes Vorgehen gegen Mietpreisüberhöhungen und massive Eingriffe in den Wohnungsmarkt.
BMG-Vorstand Marek Schauer erklärt dazu: „Wohnraumversorgung darf keine möglichst profitable Ware sein, sie gehört zur sozialen Daseinsvorsorge. Um den Berliner Wohnungsmarkt nachhaltig zu entspannen, braucht es außer verschärfter Mietpreiskontrolle auch die Vergesellschaftung der Bestände großer Immobilienkonzerne und ein ambitioniertes Programm für den Neubau dauerhaft preisgebundener Wohnungen in unmittelbarer kommunaler Trägerschaft.“
Rainer Balcerowiak | Pressesprecher | presse@
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