Interessengemeinschaft und Beratung für Berliner Mieter

Aktuelle Beiträge und Nachrichten der Berliner MieterGemeinschaft zu Wohnen, Mietrecht und Stadtpolitik.


Dienstag, 21.4.2026

Olympia-Bewerbung muss gestoppt werden

Statement der Berliner MieterGemeinschaft e.V.

Die Berliner MieterGemeinschaft e.V. (BMG) unterstützt das Volksbegehren gegen die Bewerbung Berlins für die Ausrichtung der Olympischen Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044.

Dazu BMG-Vorstand Marek Schauer. „Es ist unverantwortlich und nahezu abenteuerlich, die finanziell und infrastrukturell ausgeblutete und von wachsender Armut geprägte Stadt auf den Präsentierteller für ein profitgetriebenes Mega-Spektakel zu legen. Und es ist nahezu zynisch, von der „Sportstadt Berlin“ zu fabulieren, während der Schul- und Breitensport auf der letzten Rille läuft. Berlin braucht massive öffentliche Investitionen in den Bau bezahlbarer Wohnungen und die Ertüchtigung der Infrastruktur sowie der sozialen Daseinsvorsorge in allen Bereichen, und kein milliardenschweres Prestigeprojekt.“

Die Unterschriftensammlung des Bündnisses „NOlympia“ für die 1. Stufe des Volksbegehren beginnt offiziell am Mittwoch um 11 Uhr mit einer Kundgebung vor dem Roten Rathaus (nolympia.berlin).

Rainer Balcerowiak  |  Pressesprecher  |  presse@bmgev.de


Freitag, 27.3.2026

Wohnungsbautag ohne nachhaltige Vorschläge zur Überwindung der Wohnungskrise

Statement der Berliner MieterGemeinschaft e.V.

Der Deutsche Wohnungsbautag hat am Donnerstag, den 26.3.2026, auf seiner Jahrestagung ein düsteres Bild der Wohnungsversorgung gezeichnet, und schnelle, umfassende Schritte zur Ankurbelung des Neubaus gefordert. Im Fokus stehen dabei die Senkung der Baukosten durch Standardisierung und Planungsbeschleunigung und eine deutlich gezieltere Förderung sozial gebundenen und bezahlbaren Wohnraums. Allerdings wird die Notwendigkeit von umfassenden Regulierungen der weiterhin explodierenden Mieten im Bestand mit keinem Wort erwähnt.

Die Berliner MieterGemeinschaft e.V. (BMG) unterstützt ernsthafte Bemühungen zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums, hält aber die Vorschläge des Wohnungsbautages für nur sehr begrenzt zielführend.

BMG-Vorstand Marek Schauer dazu: „Die Wohnungskrise kann nur überwunden werden, wenn renditeorientierte Akteure auf dem Wohnungsmarkt sowohl beim Neubau als auch im Bestand zurückgedrängt werden. Dafür braucht es umfassende Regulierungen der Mieten und eine Neubauoffensive in unmittelbarer, öffentlicher Trägerschaft.“

Rainer Balcerowiak  |  Pressesprecher  |  presse@bmgev.de

Materialien zum Wohnungsbautag: impulse-fuer-den-wohnungsbau.de/wohnungsbautage/17-wohnungsbau-tag-2026


Freitag, 20.3.2026

Vonovia steigert Gewinn – auf Kosten der Mieter/innen

Statement der Berliner MieterGemeinschaft e.V.

Der Immobilienkonzern Vonovia hat seinen Gewinn im vergangenen Jahr auf 2,8 Milliarden Euro gesteigert, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Geschäftsbericht hervorgeht. Maßgebliche Faktoren dafür waren deutlich gestiegene Mieten und Einnahmen aus der Wohnungsbewirtschaftung. Die Anteilseigner des Konzerns können sich auf eine erhöhte Dividende von 1,25 Euro pro Aktie freuen. 

In Berlin verfügt Vonovia über rund 140.000 Wohnungen. Viele Mieter/innen klagen immer wieder über dubiose Geschäftspraktiken des Konzerns. Die Berliner MieterGemeinschaft (BMG) unterstützt die Forderung der Initiative „Deutsche Wohnen & Co enteignen", Vonovia und andere große private Immobilienkonzerne zu vergesellschaften und in Gemeineigentum zu überführen. 

BMG-Vorstand Marek Schauer erklärt dazu: „Wohnraumversorgung gehört zur sozialen Daseinsvorsorge. Sie muss an den Interessen der Mieter/innen ausgerichtet werden, und nicht an den Interessen von Kapitalanlegern, die enorme Profite aus der Wohnungsnot ziehen.“

Rainer Balcerowiak  |  Pressesprecher  |  presse@bmgev.de


Mittwoch, 4.3.2026

Angebotsmieten erneut deutlich gestiegen: Neuausrichtung der Wohnungspolitik ist überfällig

Statement der Berliner MieterGemeinschaft e.V.

Der aktuelle Marktmonitor des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) zeigt, dass die Nettokaltmieten in Berlin auch im vergangenen Jahr wieder deutlich gestiegen sind.

Bei Neuvermietungen im Bestand binnen Jahresfrist durchschnittlich um 11,5% auf 9,21 Euro/qm. Bei gewerblichen Anbietern, die nicht zum BBU gehören, sogar auf durchschnittlich 18,86 Euro/qm, was in vielen Fällen eindeutig gegen geltendes Recht verstößt, wie die Mietpreisprüfstelle des Senats berichtet.

Die Berliner MieterGemeinschaft (BMG) fordert von der Landesregierung ein konsequentes Vorgehen gegen Mietpreisüberhöhungen und massive Eingriffe in den Wohnungsmarkt.

BMG-Vorstand Marek Schauer erklärt dazu: „Wohnraumversorgung darf keine möglichst profitable Ware sein, sie gehört zur sozialen Daseinsvorsorge. Um den Berliner Wohnungsmarkt nachhaltig zu entspannen, braucht es außer verschärfter Mietpreiskontrolle auch die Vergesellschaftung der Bestände großer Immobilienkonzerne und ein ambitioniertes Programm für den Neubau dauerhaft preisgebundener Wohnungen in unmittelbarer kommunaler Trägerschaft.“

Rainer Balcerowiak  |  Pressesprecher  |  presse@bmgev.de


Mittwoch, 18.2.2026

Mietpreisbremse muss konsequent umgesetzt werden

Statement der Berliner MieterGemeinschaft e.V.

Das Bundesverfassungsgericht hat in einem am Dienstag veröffentlichten Beschluss die Klage einer Berliner Vermieterin gegen die 2020 erfolgte Verlängerung der Mietpreisbremse in Gebieten mit angespannter Wohnraumlage abgewiesen (Beschluss vom 8. Januar 2026 - 1 BvR 183/25).

Die Begrenzung der zulässigen Miethöhe bei Mietbeginn verfolge legitime Ziele und sei zu deren Erreichung geeignet und erforderlich, heißt es in der Entscheidung. Die Miethöhenregulierung solle insbesondere die Ausnutzung von Mangellagen auf dem Wohnungsmarkt verhindern. Eine darauf basierende Nutzung des Eigentums genieße im Hinblick auf die soziale Bedeutung der Wohnung für die hierauf angewiesenen Menschen keinen verfassungsrechtlichen Schutz. Die Berliner MieterGemeinschaft e.V. (BMG) begrüßt diesen Beschluss.

BMG-Vorstand Marek Schauer erklärt dazu:

„Der BVerfG-Beschluss stellt unanfechtbar klar, dass das Land Berlin die Kompetenz hat, Mieten bei Neuvermietungen zu deckeln. Doch bei der Durchsetzung der Mietpreisbremse gibt es immer noch erhebliche Defizite. Nötig ist, den Druck auf Vermieter, die Extraprofite aus dem Wohnungsmangel ziehen wollen, seitens der zuständigen Behörden auf Landes- und Bezirksebene deutlich zu erhöhen. Und der Berliner Senat sollte endlich ernsthaft prüfen, welche über die Mietpreisbremse bei Neuvermietungen hinausgehenden Regulierungen landesrechtlich möglich wären.“

Rainer Balcerowiak  |  Pressesprecher  |  presse@bmgev.de


Dienstag, 17.2.2026

Klimaschutz darf kein Kostenturbo für Mieter/innen sein

Statement der Berliner MieterGemeinschaft e.V.

Anlässlich des von der UN ausgerufenen „Welttages der sozialen Gerechtigkeit“ am 20. Februar ruft die Klimabewegung „Fridays for Future“ zu einer Demonstration und einer Kundgebung unter dem Motto „Wohnraum für Menschen statt Profite“ auf. Die Berliner Mietergemeinschaft (BMG) unterstützt diese Aktion und ruft zur Teilnahme auf. Die BMG hat sich in ihrer Zeitschrift MieterEcho und auf einer Veranstaltung bereits intensiv mit der Frage der sozialen Ausgestaltung des Klimaschutzes beschäftigt*.

BMG-Vorstand Marek Schauer erklärt dazu:

„Sowohl die Bundesregierung als auch der Berliner Senat haben sich auf ambitionierte Ziele in Richtung Klimaneutralität festgelegt. Zur Erreichung dieser Ziele sind auch massive Investitionen in die energetische Modernisierung im Wohnungsbestand notwendig. Doch diese werden in erheblichem Umfang als dauerhafte Umlagen auf die Mieter/innen abgewälzt, was für viele Haushalte zu untragbaren finanziellen Belastungen führt und Vermietern zusätzliche Profite ermöglicht. Wir fordern, dass energetische Modernisierungen als Teil der sozialen Daseinsvorsorge aus öffentlichen Mitteln finanziert werden.“

Rainer Balcerowiak  |  Pressesprecher  |  presse@bmgev.de

Die Demonstration beginnt am Freitag, den 20.2.2026, um 15 Uhr am Hermannplatz in Berlin-Neukölln, die Kundgebung um 17.15 Uhr am Oranienplatz in Berlin-Kreuzberg.


* MieterEcho 448 / März 2025 „Klimaschutz: Wer zahlt die Zeche? – Energetische Modernisierungen als neuer Wohnkostenturbo

* Video-Dokumentation der Veranstaltung „Sozial und ökologisch gegen die Klimakrise


Freitag, 6.2.2026

Stromsperren bei armen Haushalten sind ein Verstoß gegen die Menschenwürde

Statement der Berliner MieterGemeinschaft e.V.

Bei knapp 12.000 Haushalten wurde im vergangenen Jahr die Stromversorgung wegen Zahlungsrückständen gekappt. Das waren deutlich mehr als in den Jahren 2024 (9.731 Fälle) und 2023 (5.569 Fälle), wie der rbb* berichtet.

Auch diese Entwicklung ist ein deutlicher Beleg für die Abwärtsspirale bei der sozialen Daseinsvorsorge in Berlin. Die Berliner MieterGemeinschaft e.V. (BMG) fordert vom Senat, Stromabschaltungen bei Privathaushalten zu unterbinden und zumindestens eine Grundversorgung zu garantieren.

BMG-Vorstand Marek Schauer erklärt dazu:

„Während der Senat Anfang Januar nach dem Anschlag der sogenannten „Vulkan-Gruppe“ auf die Stromversorgung im Süden Berlins vieles unternahm, um den Betroffenen schnell und unbürokratisch zu helfen, ist ihm die Unterbrechung der Stromversorgung für über 12.000 Haushalte durch eine Vulkan-Gruppe in Nadelstreifen wenig mehr als ein Schulterzucken wert.

Viele Haushalte haben nur noch die Wahl, ob sie ihre Miete, ihre Energiekosten oder ihre Lebensmittel bezahlen. Es muss die vordringliche Aufgabe einer Landesregierung sein, alle existenziellen Grundbedürfnisse der hier lebenden Menschen zu sichern.“

* rbb24.de/panorama/beitrag/2026/02/energiesperren-strom-gas-berlin.html

Rainer Balcerowiak  |  Pressesprecher  |  presse@bmgev.de


Donnerstag, 29.1.2026

Diskriminierung bei der Wohnungsvermittlung muss unterbunden werden

Statement der Berliner MieterGemeinschaft e.V.

Die Berliner Mietergemeinschaft (BMG) begrüßt das Urteil des Bundesgerichtshof vom 29. Januar zur ethnischen Diskriminierung von Wohnungssuchenden. In dem verhandelten Fall ging es um eine Frau mit pakistanischem Namen, die sich bei einem Makler um mehrere Wohnungen beworben hatte und stets Absagen erhielt. Von der Klägerin initiierte Anfragen mit identischen Angaben zu Einkommen, Berufstätigkeit und Haushaltsgröße unter den Namen „Schneider“, „Schmidt“ und „Spieß“ hatten hingegen Erfolg und führten jeweils zum Angebot eines Besichtigungstermins. Das Gericht bewertete dies als eindeutigen Fall von unzulässiger Diskriminierung und sprach der Klägerin Schadenersatz zu.

BMG-Vorstand Marek Schauer erklärt dazu: „Das Urteil wirft ein Schlaglicht auf die auch in Berlin häufig beobachtete Praxis der ethnischen Diskriminierung von Wohnungssuchenden. Die öffentlichen Antidiskriminierungsstellen müssen gestärkt werden, um Betroffenen umfassende Beratung und juristischen Beistand gegen die rassistischen Praktiken einiger Makler und Vermieter anbieten zu können.“

Link zum Urteil: www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2026/2026025.html


Rainer Balcerowiak
Pressesprecher
presse@bmgev.de


Freitag, 23.1.2026

Befristete Vermietung von möblierten Wohnungen muss konsequent unterbunden werden.

Statement der Berliner MieterGemeinschaft e.V.

Die Berliner Mietergemeinschaft (BMG) begrüßt das Vorgehen des Bezirks Neukölln gegen die stetig anwachsende befristete Vermietung von parzellierten, möblierten Wohnungen zu Wucherpreisen. Mit entsprechenden Nutzungsuntersagungen soll diese Praxis in Milieuschutzgebieten unterbunden werden, da laut Bezirksamt nur dort eine rechtliche Handhabe dafür besteht.

Die BMG fordert alle Bezirke auf, in ähnlicher Weise gegen diese besondere Praxis der Vernichtung regulären, bezahlbaren Wohnraums zugunsten der Extraprofite von Hausbesitzern vorzugehen.

BMG-Vorstand Marek Schauer erklärt dazu: „Der Senat und die Bezirke müssen alle Möglichkeiten ausschöpfen, um diese skrupellose Abzocke von Wohnungssuchenden zu beenden. Ferner braucht es Initiativen des Landes, um auf Bundesebene entsprechende gesetzliche Regelungen zu Befristungen und Möblierungszuschlägen auf den Weg zu bringen. Wohnraumversorgung ist Teil der sozialen Daseinsvorsorge und darf nicht als Spielball renditeorientierter Unternehmen missbraucht werden.“


Rainer Balcerowiak
Pressesprecher
presse@bmgev.de


Freitag, 16.1.2026

Statement der Berliner MieterGemeinschaft e.V. zur Studie „Sozialer Wohnmonitor“

Die aktuelle Studie des vom „Verbändebündnis Soziales Wohnen“ beauftragten Pestel-Instituts zum Mangel an bezahlbarem Wohnraum illustriert die dramatische Lage auf dem deutschen Wohnungsmarkt. Demnach fehlen aktuell 1,4 Millionen Wohnungen, vor allem im preis- und belegungsgebundenen Segment, während vor allem in Ballungsgebieten und Großstädten wie Berlin die Mietenexplosion ungebremst weitergeht.

Um bis 2035 ein bedarfsdeckendes Angebot zu schaffen, müssten in Berlin pro Jahr 12.800 sozial gebundene Wohnungen entstehen. Vor allem durch Neubau, aber auch durch Bindungen im Bestand.

Das untermauert die Forderung der Berliner MieterGemeinschaft (BMG) nach einer grundlegenden Neuausrichtung der Wohnungspolitik. BMG-Vorstand Marek Schauer: „In Berlin brauchen wir zwei Säulen für die soziale Wohnraumversorgung. Ein ambitioniertes kommunales Neubauprogramm und die Vergesellschaftung der Bestände großer profitorientierter Wohnungskonzerne und deren Überführung in öffentliche Trägerschaft.“

Das wird auch Thema einer wohnungspolitischen Konferenz der BMG sein, die am 25. April im IG Metall-Haus in Berlin stattfinden wird.

Die Studie finden Sie hier: bauen-und-wohnen-in-deutschland.de

Rainer Balcerowiak
Pressesprecher
presse@bmgev.de


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Rainer Balcerowiak
E-Mail: presse (at) bmgev.de

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