MieterEcho
Nr. 274 - Juni/Juli 1999

Bezirkskorrespondenz - Basisdemokratie

 

Basisdemokratie ist eine weites Feld. Die Berliner MieterGemeinschaft sei eine basisdemokratische Organisation, sagt man und so steht es auch in der Satzung. Wie Basisdemokratie zu praktizieren ist, weiß kaum jemand, aber daß sie "Bewegung" braucht, wird nicht bestritten. "Bewegungsmangel", an dem z.Zt. nicht nur die Mieterorganisationen leiden, begünstigt Sklerose. So entsteht eine sklerotische Linke und darinnen eine sklerotische BMG, in der Delegiertenmandate nicht mehr wahrgenommen oder - falls noch vorhanden - nicht mehr satzungsgemäß erneuert werden, in der arbeitende Bezirksgruppen eher die Ausnahme sind als die Regel, in der persönliche Begehrlichkeiten Ansprüche anmelden zu Lasten des politischen Engagements. Ein Zustand, den man beklagen kann, den man aber nicht hinnehmen darf, schon gar nicht in der BMG.

Durch die AG DEMOKRATIE haben in der letzten Zeit in einigen Bezirken wieder bezirkliche Mitgliederversammlungen stattgefunden. Noch ist die Beteiligung nicht überwältigend, doch zeigt sich hoffnungweckendes Interesse.

 

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