MieterEcho
Nr. 274 - Juni/Juli 1999

Editorial

 

Nachrichten sind flüchtige Waren, leicht verderblich und ihre Verwertung hat schnell zu erfolgen. Zerstörungen durch moderne Waffen ist ein synchron dazu ablaufendes Geschäft. Nach seinem Vollzug ist das Resultat keiner Erwähnung mehr wert.

Simone Hain wendet sich dem zu, was bleibt. Deformation der sozialen Beziehungen durch die Zerstörung der Dinge, der Städte, in denen sich soziale Entwicklungen vergegenständlicht haben.

Das Trauma der zerstörten Städte.

Der Krieg gegen Jugoslawien ist nicht Vergangenheit, ist gegenwärtige und zukünftige Normalität des Umgangs des ökonomisch-politischen Zentrums mit seiner Peripherie. Und deshalb halten wir Nachlese.

Volker Eick beschäftigt sich mit den Lagen wirtschaftlicher Interessen und Michael Heimer beschreibt das Instrument, mit dem sie sich die Botmäßigkeit herstellen läßt, um die Interessen zu realisieren: den Luftkrieg.

Alles andere geht seinen Gang. Der Mietspiegel läßt auf sich warten, doch das nächste ME steht in seinem Zeichen.

In Tempelhof haben sich Mitglieder sehr intensiv mit den Lagekriterien auseinandergesetzt. Ihre Initiative ist nachahmenswert.

Demnächst werden in weiteren Bezirken Mitgliederversammlungen stattfinden. Wer Interesse an ihrer Vorbereitung, wer Vorschläge für ihre thematische Ausgestaltung hat und vor allem, wer sich vorstellen kann, in der Mieten-, der Baupolitik oder der Stadtentwicklung auf Bezirks- oder Stadtebene aktiv zu werden, melde sich bitte ohne Hemmungen und ohne Zögern.

Tel: 216 80 01/02/03 oder 217 21 29 oder 204 48 70 (AB) oder 204 46 17 je nach Belieben.

 

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