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MieterEcho online 04.11.2014

Der Kampf der Makler/innen

Dass die Vermittlungsgebühren zukünftig von denen bezahlt werden sollen, die den Auftrag erteilt haben (Bestellerprinzip) und nicht wie bisher in jedem Fall von den unter Druck stehenden Wohnungssuchenden, irritiert die Makler/innen-Branche.

Einer ihrer Verbände, der Bundesverband für die Immobilienwirtschaft (BVFI), versteht sich als Klassenorganisation und hat deshalb, wie es sich für eine solche geziemt, zur Urabstimmung über einen Streik aufgerufen. Wie weit die Makler/innen aber davon entfernt sind, ihre soziale Tätigkeit wenigstens zeitweise auszusetzen,  zeigt das Ergebnis. Die Stimme abgegeben haben 3.707 Mitglieder. 1.116 davon (30,11%) hatten eine Auszeit befürwortet, nur 217 (5,85%) sprachen sich dagegen aus, aber 2.374 (64,4%) der makelnden Stimmberechtigten erklärten ihre Enthaltung. Das ist ein verblüffendes Ergebnis, das eine starke Unsicherheit gegenüber klassenkämpferischen Aktionen ausdrückt.
Die für einen Streik erforderliche 2/3 Mehrheit fand sich jedenfalls nicht.
„Absicht dieser Initiative war es“, so der BVFI, „sich gegen die Vernichtung einer Berufsgruppe zu wehren.“  Das scheint nun misslungen, so lässt sich hoffen.

 

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