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MieterEcho online 08.12.2011

Ferienwohnungen in Hamburg

Auch in Hamburg werden die Ferienwohnungen zu einem großen Problem. Im Gegensatz zu Berlin, wo dieses Treiben jahrelang von der Politik begrüßt wurde, ist in Hamburg eine solche Art der Nutzung untersagt.


 

Denn, so der Hamburger Mieterverein Mieter helfen Mietern e.V. (MhM): „Laut Hamburger Wohnraumschutzgesetz ist es in Zeiten gefährdeter Wohnraumversorgung verboten, Wohnraum im Gebiet der Freien und Hansestadt Hamburg anderen als Wohnzwecken zuzuführen. Als Zweckentfremdung gilt insbesondere die Überlassung der Wohnung an wechselnde Nutzer zum Zwecke des nicht auf Dauer angelegten Gebrauchs.“

Ein solches Gesetz fehlt in Berlin. Stattdessen gibt es hier kleinliche und unüberprüfbare, der Ex-Senatorin Junge Reyer geschuldete Vorschriften, die sich in Abhängigkeit von der vermieteten Bettenzahl an die Auflagen für gewerbsmäßige Vermietung orientieren. Im Ergebnis führen sie aber überhaupt nicht zur Eindämmung dieses Missbrauchs.

In Hamburg ist zwar schon seit langem eine zielstrebigere Politik verfolgt worden, aber Ferienwohnungen lassen sich auch dort nicht gänzlich vermeiden. Zu groß ist der ökonomische Anreiz.

MhM hat jetzt die Initiative ergriffen und auf der Webseite eine Umfrage mit dem Ziel veröffentlicht, Ferienwohnungen wieder in Mietwohnungen zu verwandeln.

Wir wünschen den Hamburger Kolleg/innen viel Erfolg.
 

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