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MieterEcho online – 04.08.2011

Steigende Haushaltszahlen, geringer Wohnungsbau

„Haushaltsentwicklung hängt den Wohnungsbau weit ab“, stellt der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) fest und wiederholt damit einmal mehr, was seit Jahren von der rot-roten Koalition, der Senatorin Junge-Reyer und dem alles abnickenden Koalitionspartner, DIE LINKE, ignoriert wird.


 

„Zwischen 2005 und 2010 stieg die Zahl der Haushalte in Berlin um fast 100.000. Im gleichen Zeitraum wurden in der Stadt aber nur rund 15.500 Wohnungen neu gebaut“, erklärt Maren Kern, Vorstandsmitglied beim BBU und fügt hinzu: „Soll die Wohnraumversorgung für breite Schichten der Berliner Bevölkerung nachhaltig gesichert werden, geht das nur mit politischer und finanzieller Unterstützung durch das Land Berlin.“

Das alles ist nicht neu und gewinnt dadurch an Aussagekraft, dass ehemals gemeinnützige Wohnungsbauunternehmen, die von der Marktverengung profitieren, die Politik auffordern müssen, ihren Verpflichtungen nachzukommen. – Es ist allerdings zu befürchten, auch diesmal wieder vergeblich.

Eine Partei, die eine Verwaltungsfachfrau zur Verantwortlichen für Stadtentwicklung bestellt, gibt nicht nur klar zu erkennen, dass sie dem Problem der Wohnungsversorgung überhaupt keine Aufmerksamkeit zu widmen bereit ist, sie verhöhnt die Bewohner/innen dieser Stadt auch noch darüber hinaus.

Es mag sein, dass eine fachlich-politische Kritik die Senatorin Junge Reyer überhaupt nicht trifft, weil ihr einziger Fehler in der Charakterschwäche besteht, eine Aufgabe übernommen zu haben, der sie nicht im geringsten gewachsen ist. Dafür aber ist das Spitzenpersonal der Koalitionsparteien, der SPD sowie der LINKEN, gleichermaßen voll verantwortlich.


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